Verena Billinger & Sebastian Schulz

Arbeitsort der Kompanie: Düsseldorf/Frankfurt

Beschreibung der Künstlerischen Arbeit:
Verena Billinger und Sebastian Schulz beschäftigen sich mit Gesellschaft und Öffentlichkeit. Für die künstlerische Modellierung und Inszenierung fokussieren sie in ihren Vor-Bildern und Themen die Rolle des Körpers. Dessen Bewegung verstehen sie als Überträger und Lebenszeichen, mit dem sie Bilder, Effekte und affektive Spannungsfelder kreieren.

Verena Billinger und Sebastian Schulz haben in Gießen, Frankfurt und Hildesheim Angewandte Theaterwissenschaft, Tanz, Choreographie und Performance studiert. Die im Rahmen des Freischwimmerfestivals in Düsseldorf entstandene Arbeit Romantic Afternoon * für sechs küssende Menschen wurde in Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Slowakei und Schweden gezeigt, 2012 beim Favoritenfestival in Dortmund ausgezeichnet und ins Auftrittsnetzwerk des NRW Kultursekretariats aufgenommen. 2014 erhielten sie für ihr bisheriges künstlerisches Schaffen den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Jahrbuch 2015 der Zeitschrift tanz wurde das Duo als „Hoffnungsträger für den Tanz“ ausgezeichnet. Die Choreographie Violent Event ˟ ist für die Tanzplattform Deutschland 2016 ausgewählt worden: das Festival präsentiert zwölf herausragende Tanzproduktionen der vergangenen zwei Jahre. Von 2015-2017 wird die Arbeit von Billinger & Schulz mit der Spitzenförderung des Landes NRW unterstützt.

„Erst küssten sie, dann schlugen sie – und beides taten sie ganz ohne Gefühl. Zärtlichkeit ohne Liebe, Gewalt ohne Hass. Das in Düsseldorf ansässige Choreographen–Paar Billinger & Schulz darf man derzeit getrost als Experten für motivations- und moralfreie Körper–Aktionen betrachten. (…) Auf ihrer Bühne allerdings wird schon mal so erschöpfend gebusselt, gewürgt, geprügelt und gefoltert, dass man bald begreift: Höflichkeit ist die neue Provokation. (…) Der alte, von der Tanzsparte traditionell und notwendigerweise verleugnete Leib–Seele–Dualismus – hier wird er zum radikal–komischen Konzept. Billinger & Schulz sind eben profunde Querdenker und auf leise Weise widerspenstig. Der Körper sei für sie ein „Überträger und Lebenszeichen“, behaupten sie. Das klingt ein bisschen nach Krankheit, signalisiert aber auch, dass sie mit dem Chiffren-Ballast des Körpers noch längst nicht fertig sind.“ Nicole Strecker, Jahrbuch tanz 2015

Arbeiten oder Arbeitsschwerpunkte der letzten Jahre:

UNLIKELY CREATURES (1) who we are (2016)
Violent Event ˟ (2015)
Kummerkasten Menschenstadt (2014)
Kummerkasten Meckerbox – ein Gesprächsangebot (2013)
Drei Schwestern (2013)
First Life – ein Melodram (2013)
Dream Land: How Things Go (2012)
Romantic Afternoon * (2011)
PET_6: computerised movement (2010)

Kontakt:
kontakt(at)billingerundschulz(dot)com

 

 

 

 

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