Gudrun Lange

[www.gudrunlange.com]

Arbeitsort der Kompanie/des Tanzschaffenden: Düsseldorf

Beschreibung der künstlerischen Arbeit:
Als Choreografin interessiert mich der Körper mit allen Bedeutungsschichten: Materialität einer Person, Instrument eines Tänzers, Identitätsträger, Geschlecht, Ausdruck und gesellschaftliche Zuschreibungen. Den Körper benutze ich als Informanten und Experten für die Verbindung zwischen Kunst und Alltagserleben. So entstehen Stücke, die streng konzeptionell gearbeitet, aber dennoch lesbar sind. Das Bühnengeschehen findet sich wieder zwischen Individualität und Klischee, zwischen Autonomie und Systemgebundenheit, zwischen realer Präsenz und medialer Überformung.

Arbeiten (Stücke) oder Arbeitsschwerpunkt der letzten Jahre:

ich geschichtet (2013) 16./18./19.01. 2013, 19 Uhr, FFT Juta Düsseldorf

Ich heiße Chantal, bin 14 Jahre alt und komme aus Düsseldorf. Mein Stammbaum lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen und eigentlich hat meine Familie auch Anspruch auf den englischen Thron. Dem sind wir aber nie nachgegangen.

Jeder Mensch hat eine Vergangenheit. Geschichten und Bilder prägen uns und machen uns zu dem, was wir sind. Inwieweit kann ich selbst bestimmen, was ich verkörpere? In „ich geschichtet“ entwirren sieben acht junge Frauen ein Netz aus Fragen, Spuren und Zeichen. Zugleich kreieren sie neue Identitäten und enthüllen, was sie über jüngere und ältere Generationen denken.
Mit Tanz, Musik, Texten und Projektionen schichten die Darstellerinnen Ereignisse und Erzählungen übereinander, die die Menschen in den letzten Dekaden bewegt haben. Dabei loten sie aus, in welchem Verhältnis sie zu ihnen stehen und stehen möchten: Sind Vergangenheit und Geschichte spannend oder lästig? Was erzählen sie uns? Und war früher alles besser?

Performance: Virginia Bauers, Caroline Bröker, Rebecca Hamacher, Bibiana Leufgen, Nina Ring, Lina Simakov, Chantal von Werne
Konzept und Choreografie: Gudrun Lange
Dramaturgie: Verena Billinger
Musik: Oliver Bedorf
Bühne, Kostüm: Cordula Körber
Assistenz: Nicolas Niot

Eine Produktion von FFT Düsseldorf und Gudrun Lange

Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Bezirksregierung Düsseldorf sowie durch „Take-off: Junger Tanz“. „Take-off: Junger Tanz“ wird gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. „Take-off: Junger Tanz“ ist eine Kooperation Düsseldorfer Kultur-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen unter der Gesamtleitung des tanzhaus nrw.

AND ON (2012) weitere Aufführungen am 07. und 09.03.13 um 20h im FFT Düsseldorf

Sechs Performer aus unterschiedlichen Disziplinen schöpfen aus unerschöpflichem Material – Text, Projektion, Musik, Bewegung, Gesang. Sie kombinieren, erinnern, wiederholen, produzieren, reden, rennen, schnaufen. Es geht um die Machbarkeit des UND DANN, um diesen sich ständig wiederholenden Appell der Er-schöpfung.
Und dann: Am siebten Tag sollst Du ruhen – doch wann genau ist dieser verflixte siebte Tag, wenn alle theoretisch immer wach sind und am arbeiten, High Performer?
Genug geschöpft. Es ist doch alles schon da. Et voilà!

von kainkollektiv und Gudrun Lange
Performance: Antoine Effroy, Jan Ehlen, Bianca Künzel, Rasmus Nordholt, Charlotte Pfeifer und Michael Taylor
Eine Produktion von kainkollektiv und Gudrun Lange. In Koproduktion mit dem Ringlokschuppen Mülheim, dem FFT Düsseldorf und dem Pumpenhaus Münster. Gefördert durch die Kunststiftung NRW, den Fonds Darstellende Künste e.V. und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Bezirksregierung Arnsberg, Bezirksregierung Düsseldorf

Emerging Merce (2012)
Nach Auseinandersetzungen mit Dore Hoyer und Josephine Baker geht es in diesem dritten Tanzprojekt mit Düsseldorfer Jugendlichen um eine weitere künstlerische Position der Tanzgeschichte. Gemeinsam nähert man sich Merce Cunningham an, der 2009 im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Mitte des 20. Jahrhunderts begründete er – in enger Zusammenarbeit mit John Cage und Robert Rauschenberg – eine eigene Technik und eine Kompanie in New York und eröffnete der Choreografie neue Freiräume, indem er mit dem Zufallsprinzip künstlerische Entscheidungen traf. In Emerging Merce stellen Jugendliche Fragen nach Inhalt, Form, Zufall, Bedeutung, Freiheit und Grenzen und entwickeln eigene Positionen und kreative Antworten. So verlassen die vier jungen Frauen in der Mitte des Stückes die Bühne und tauschen mit dem künstlerischen Team die Rollen. Zu sehen ist dann eine von den jungen Frauen für das Team choreografierte Szene, die vom Kostümentwurf bis hin zu den Haltungen auf deren Ideen, Auseinandersetzungen und Überzeugungen basiert.
Konzept und Choreografie: Gudrun Lange
Performance: Carina Borgards, Wanda Fassbender, Lara Sadlo, Moira Skupin
Musik: Oliver Bedorf
Dramaturgie: Verena Billinger
Künstlerische Mitarbeit: Judit Abegg
Lichtdesign: Kirstin Brune

Rollentausch
Choreografie: Carina Borgards, Wanda Fassbender, Lara Sadlo, Moira Skupin
Performance: Judit Abegg, Oliver Bedorf, Verena Billinger, Gudrun Lange

Produktion: Forum Freies Theater Düsseldorf
Gefördert durch „Take-off: Junger Tanz“
„Take-off: Junger Tanz“ wird gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. „Take-off: Junger Tanz“ ist eine Kooperation Düsseldorfer Kultur-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen unter der Gesamtleitung des tanzhaus nrw.

„Der Zufall als kompositorisches Prinzip zieht sich als roter Faden durch die etwa einstündige spannungsreiche Performance. Carina Borgards, Wanda Fassbender, Lara Sadlo und Moira Skupin sind präsent und intensiv.“
Veronika Ortmayr in Rheinische Post, 31.01.2012

Josephine Superstar (2011)
Josephine Baker war in den 1920er Jahren der erste weibliche Superstar der Popkultur in Europa. Als Dschungeltier, Charleston-Queen und Sonnenkönigin machte sie sich selbst zur Legende, spielte mit Klischees von Ethnizität und Geschlecht. Wie setzen sich Mädchen von heute mit dieser Form der Selbst-Inszenierung in Beziehung? Wie erregt ein Star die Begeisterung des Publikums? Was passiert vor und nach dem großen Auftritt? Mit acht jungen Frauen wird das Phänomen Superstar beleuchtet und betanzt – gestern und heute. Und es fällt auf: Die Inszenierung unters cheidet sich nicht sehr gravierend. Das „Auf den Po klatschen“ und „Mit den Hüften wackeln“ scheint in die jungen weiblichen Körper schon eingeschrieben zu sein. So tanzen die jugendlichen Darstellerinnen das choreografische Material von Josephine Baker aus den 1920er Jahren nach, verändern es in kleinen Schritten und kreieren davon ausgehend ihren eigenen Tanz.
Konzept und Choreografie: Gudrun Lange
Performance: Anna A. Acar, Christina Bohmann, Carina Borgards, Mona Commodore, Judith Mattelé, Victrice Moore, Inemarieke Raettig, Lara Sadlo
Musik: Oliver Bedorf
Dramaturgie: Stefanie Fiedler
Künstlerische Mitarbeit: Judit Abegg

Produktion: Forum Freies Theater Düsseldorf
Gefördert durch „Take-off: Junger Tanz“
„Take-off: Junger Tanz“ wird gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. „Take-off: Junger Tanz“ ist eine Kooperation Düsseldorfer Kultur-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen unter der Gesamtleitung des tanzhaus nrw.

„Über der Auseinandersetzung mit dem Thema steht jedoch die pure Lust am Tanzen, und die vermitteln die Mädchen – acht verschiedene Typen offenbaren verschiedene Temperamente – und finden sich immer wieder zu starken Ensembleszenen zusammen, für die das wohlgesonnene Publikum reichlich Szenenapplaus spendet.“
Thomas Hag in Neue Rhein Zeitung, 14.01.2011

Cheeeese! (2010)
Ausgangspunkt von Cheeeese! ist Selbstinszenierung: Wie präsentiere ich mich, wie finde ich mich schön? Wie kann ich den Begriff des Schönen zu meinen Gunsten verändern – ohne daß mich das System Schönheit verschlingt? Kann es so einen Punkt geben, an dem die Kettenreaktion von Bewertung und Anpassung unterbrochen wird, die immer wieder dieselben Schönheitsbilder produziert?
Auf der Bühne liegen drei Performerinnen zwischen zwei Fotoapparaten, zwei Beamern und elektronischem Soundequipment. Sie sehen aus, als würden sie gleich ausgehen – Kleider, Makeup, Stöckelschuhe – aber sie bleiben. Sie bleiben für die Dauer der Aufführung auf der Bühne und sie bleiben für die Dauer der Aufführung auf dem Boden. Die immer wieder reproduzierte weibliche Silhouette mit den verlängerten Beinen und dem forcierten Hohlkreuz ist nur als Möglichkeit anwesend. Mit der Weigerung aufzustehen und dieses Bild einzulösen, widersetzen sich die Körper der Hierarchie des Blicks. Die Grenzen zwischen menschlichen und technischen Körpern verschwimmen und erschweren die Kategorisierung. Und so entwickelt sich eine Komposition aus Geräusch, Musik, Text, Körper, Blick, und der Zuschauer ist eingeladen, sich gegenüber der ausgestellten Körperlandschaft zu positionieren.
Produktion, Konzeption und Performance: Gudrun Lange
Musik und Performance: Sylvi Kretzschmar
Dramaturgie und Performance: Charlotte Pfeifer
Choreographische Assistenz: Judit Abegg
Video: Lukas Raber
Organisation: Nicki Krisch, Nadja Lindner
Licht: Tim Lenzing

Koproduktion: Forum Freies Theater Düsseldorf, Ringlokschuppen Mülheim
Gefördert durch: Kunststiftung NRW, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, NRW Landesbüro Freie Kultur, Stiftung van Meeteren
Mit freundlicher Unterstützung von Kampnagel Hamburg

In Memoriam Ari Up, 1962-2010

Wieder einmal geht Gudrun Lange hier Phänomenen der populären Kultur auf den Grund, wieder einmal tut sie das mit einem Gespür für Sinnlichkeit, gepaart mit einem Sinn für Humor.[...] Eine bemerkenswerte Arbeit ist Cheeeese! geworden, spannend, etwas geheimnisvoll und in gewissem Sinne punkig.
Thomas Hag in Neue Rhein Zeitung, 29.10.2010

Kontaktdaten Kompanie/Tanzschaffender/Management:

Gudrun Lange
Birkenstraße 47
40233 Düsseldorf
E-mail: hello@gudrunlange.com
www.gudrunlange.com
Tel. 0211-41606893

Künstlerische Leitung:
Gudrun Lange
E-mail: gl@gudrunlange.com
Tel. 0175-9430336

Projektleitung:
Anne Kleiner
E-mail: ak@gudrunlange.com

Projektorganisation:
Jana Marscheider
E-mail: jm@sgudrunlange.com
Tel. 0176-64063154

VIDEO
[nggallery id=14 template=caption]

Share Button