Ballett Dortmund auf Erfolgskurs

wang_harenberg_174-11Dortmund- Am 11.9.2008 wurde im Rat der Stadt Dortmund die Gründung der Sparte Ballett am Theater Dortmund abgeschlossen. Mit dem Beschluss wurde auch der Dortmunder Ballettdirektor Xin Peng Wang als Betriebs- und Spartenleiter bestätigt. Wang hat 2004 das Ballett in Dortmund übernommen und die Compagnie kontinuierlich ausgebaut. Mit seinen außergewöhnlichen Choreographien wie “Mozart”, “Mein Bach” und “Romeo und Julia” konnte er nicht nur das Dortmunder Publikum gewinnen, sein Erfolg wird über die Stadtgrenzen hinaus oft als “Ballettwunder von Dortmund” bezeichnet. Er konnte international renomierte Choreographen wie Mauro Bigonzetti oder in dieser Spielzeit William Forsythe und Benjamin Millepied gewinnen und einmal jährlich wird Dortmund mit der Ballettgala Treffpunkt der internationalen Tanz- und Ballettszene.

Die Zeit zum Feiern wird aber knapp bemessen sein, denn das Ballett Dortmund ist bereits auf seiner großen Osteuropa-Tournee unterwegs, die erste Möglichkeit der Dortmunder Compagnie sich auf internationalem Parkett zu präsentieren.

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Fachzeitschrift lobt NRW Choreographin

giovanolaIm soeben veröffentlichten Jahrbuch 2008 des Fachmagazins ballet-tanz wurde die in Bonn ansässige Tänzerin und Choreographin Rafaële Giovanola in der „VIP-Lounge“ der internationalen Kritikerumfrage als „Hoffnungsträgerin im Tanz“ portraitiert:
„Rafaële Giovanola legt seit dem Ende ihrer Tänzerinnenkarriere richtig los. Gründet eine eigene Kompanie, cho­reografiert, heimst Preise wie Nominierungen ein und tourt mit immer neuen Projekten um den Globus. Bevor die Schweizerin in der freien Sze­ne ihre eigenen künstlerischen Wege verfolgte, tanzte sie bei William Forsythe und war Pavel Mikuláštiks Muse in Freiburg, später in Bonn. Der Intendantenwechsel am Rhein stürzte sie erst in die Arbeitslosigkeit, entpuppte sich dann aber als Chance – mit Namen Cocoondance. Freiheit inspiriert. Und mit der Gelassenheit einer Künst­lerin, die sich und anderen nichts mehr bewei­sen muss, produziert Rafaële Giovanola Stück um Stück. Erfolg um Erfolg.“

Bereits im Juli wurde sie in der NRW-Kritikerumfrage der Zeitschrift „theater pur“ Nr. 07/2008 in der Kategorie „Bester Nachwuchs-Choreograph“ und in der Kategorie „Bestes Tanzstück“ für ihr letztes Projekt „Dating your Enemy“ genannt.

Rafaële Giovanolas neues Stück “Killer Loop” feierte am 5. September Premiere und ist derzeit u.a im Bonner Theater im Ballsaal zu sehen.
Alle Termine unter:
http://www.cocoondance.de

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Gemeinsames Tanzkompanie Projekt Köln-Bonn geplatzt

Köln, 19.8.2008- Wie heute bekannt wurde, sind die Pläne für eine gemeinsame Tanzkompanie, die die Städte Köln und Bonn ab der Spielzeit 2009 / 2010 bespielen sollte, aus finanziellen Gründen gescheitert.

Der Bonner Kulturdezernent Ludwig Krapf teilte mit, dass sich die Stadt von dem Vorhaben verabschiedet. Krapf begründete den Schritt damit, dass es nicht gelungen sei, den erforderlichen Mindestbetrag von einer Million Euro aufzubringen, um den jährlichen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Weiterlesen

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Künstlerinnenpreis 2008 geht an Henrietta Horn und Gudrun Lange

Düsseldorf- Der 13. Künstlerinnenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen geht an die Choreographinnen Henrietta Horn und Gudrun Lange, zwei Frauen mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten. Kreativ und experimentierfreudig sind jedoch beide Preisträgerinnen. „Die Arbeiten spiegeln die ganze Bandbreite möglicher choreographischer Konzepte wider“, sagte Frauenminister Armin Laschet zur Entscheidung der Jury. Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff hob hervor: „Die Leistungen der beiden Choreographinnen sind nicht nur Ausdruck der langen Tanztheatertradition in
Nordrhein-Westfalen, sondern bestätigen auch die hohe Qualität der künstlerischen Arbeit in unserem Land.“
Henrietta Horn wird mit dem 10.000 Euro dotierten Hauptpreis ausgezeichnet. Mit ihr, so die Jury, werde eine Künstlerin geehrt, die „unbeeindruckt von allen Modetrends und Extremen des aktuellen Tanzspektrums beharrlich auf der Suche nach einer eigenen Körpersprache für den zeitgenössischen Tanz ist“. Horns Oeuvre ist breit angelegt. Von 1999 bis Sommer 2008 leitete sie die Geschicke des Folkwang-Tanzstudios, dem sie ein prägnantes Gesicht verlieh und zu internationalem Renommee verhalf.
Gudrun Lange erhält den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis. In der Begründung der Jury heißt es: „Die Choreographin hat innerhalb weniger Jahre mit einer Reihe von Stücken gezeigt, dass sie mit klugen Konzepten und
großer Experimentierfreude Produktionen entwickeln kann, die in neue Richtungen weisen. Dabei gelingt es ihr, eigenwillige Werke zu konzipieren, die sich dem Zuschauer dennoch von selbst erschließen. Gleichzeitig bricht
Gudrun Lange bewusst – und ohne dabei an Qualität zu verlieren – mit dem gängigen Tänzer- und Körperbild und eröffnet dem Publikum neue Sichten auf Tanzkunst.“
Minister Armin Laschet wird die Preisverleihung am 28. August 2008 im Rahmen der Internationalen Tanzmesse NRW im Capitol Theater Düsseldorf vornehmen. Am 14. September 2008 werden die beiden Preisträgerinnen im Kulturzentrum. Fabrik Heeder in Krefeld zu sehen sein. Henrietta Horn mit dem Stück „Solo“ und Gudrun Lange mit dem Stück „FERNSEHABEND“.

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Tänzerin und Choreographin Eva Cerna verstorben

evacerna

Bonn- Am 19. Juni ist die Bonner Tänzerin und Choreographin Eva Cerna im Alter von nur 46 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.
Die in Prag und London ausgebildete Tänzerin, die dem hiesigen Publikum vor allem durch ihre solistische Arbeit mit dem Choreographischen Theater Pavel Mikulastik in Freiburg und Bonn bekannt wurde, gründete mit ihrem langjährigen Tanzpartner und Lebensgefährten Karel Vanek 1990 das Ensemble “Cerná & Vanek Dance”, mit dem das Duo bis zuletzt internationale Beachtung fand und deren Stücke mit vielen Preisen ausgezeichnet wurden.
Mit dem Tode Eva Cernas ist die Tanzszene um eine bedeutende Künstlerpersönlichkeit ärmer.
http://www.cernavanek.com/

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Kresnik kritisiert Theater Bonn

kresnikBonn- Der österreichische Choreograph und Theaterregisseur war seit der Spielzeit 2003/2004 Leiter des Tanztheaters an der Oper Bonn. In dieser Spielzeit wurde Kresniks Vertrag nicht verlängert und die Tanzsparte an der Oper Bonn wurde abgeschafft. Die Pläne über eine feste Tanzkompanie, die die Städte Bonn und Köln ab der Spielzeit 2009 / 10 bespielen soll, liegen derzeit auf Eis, da die Entscheidung der Kulturdezernenten Georg Quander und Ludwig Krapf über ein Zwei-Städte-Ensemble vertagt worden ist.
Kresnik kritisiert in einem Beitrag im SPIEGEL in erster Linie den Bonner Intendanten Klaus Weise, der in seinen Augen “vor allem ein Ziel verfolgt: die Verlängerung seines Vertrags. Dafür hat er übereifrig Sparvorgaben erfüllt, hat rund 50 Mitarbeiter entlassen.”
Aber auch Lokalpolitiker und Journalisten kriegen ihr Fett weg, ebenso wie die Liga der Nachwuchschoreographen. Sie haben nichts mehr zu sagen, so Kresnik und es mangele ihnen an politischer und gesellschaftlicher Kritik.
Zum Artikel:
www.spiegel.de
Weitere Artikel zu Kresniks Kritik:
www.pr-inside.com
www.express.de
Artikel zur geplanten Zwei-Städte Tanzkompanie Köln/Bonn:
Kölnische Rundschau

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