Aktuelles

Überbrückungshilfe III ab Januar bis Juni 2021

Ab Januar 2021 können Anträge im Rahmen der Überbrückungshilfe III gestellt werden. Neu darin ist die sogenannte Neustarthilfe – eine Betriebskostenpauschale – für Soloselbstständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten. Sie können einmalig 25 Prozent ihres Umsatzes im entsprechenden Vorkrisenzeitraum 2019 erhalten. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet.
Bundesfinanzministerium

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Aktuelle Coronaschutzverordnung

Corona-Schutzverordnung
Die aktuelle Coronaschutzverordnung (gültig ab 11.01.2021) besagt, dass Aufführungen u. a. in Theatern und auch Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen bis mindestens zum 31. Januar 2021 unzulässig sind. Für bestimmte Regionen gelten weitere gesonderte Einschränkungen - u. a. für Köln, Düsseldorf, Bonn, Wuppertal, Essen und Münster. Weitere Infos hier, FAQs unter land.nrw/de.

Die CoronaRegioVO regelt die Eindämmung der Corona-Pandemie in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz über 200 Fälle je 100.000 EW in 7 Tagen.

Ein-und Rückreiseverordnung

Einreisende aus Risikogebieten können zwischen Einreisetest und Quarantäne wählen. Weiterhin gilt aber sich vorher digital unter einreiseanmeldung.de anzumelden. Aktuelle Einreiseverordnung (Stand 5. Januar 2021)

Die Bürgertelefone der städtischen Gesundheitsämter stehen auch für Fragen zur Verfügung!

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Handlungshilfen für Kulturschaffende

Rechts- und Versicherungsfragen
K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg
hat im Magazin #5 einen thematischen Schwerpunkt zum digitalen Urheberrecht mit hilfreichen Hinweisen zu Urheberrechtsschutzgesetz, Verwertungs- und Senderecht, Vergütung und Lizenzverträgen zusammengestellt. Rechtsanwältin Sonja Laaser informiert im Theatertreffen virtuell der Berliner Festspiele über Streamingrechte, abzurufen im Video Lange Nacht der Tutorials von Donnerstag, 7. Mai 2020 im Tutorial 3 / 2:12 sowie auf ihrer Webseite. iRights hat einen neuen Leitfaden zu Rechtsfragen bei Livestreaming im Kulturbereich veröffentlicht. Die gesetzliche Unfallkasse VBG hat ihre Arbeitsschutz-Empfehlungen für Proben- und Vorstellungsbetrieb für die Branche Bühnen und Studios aktualisiert.

Aus- und Weiterbildung
Der Deutsche Bundesverband Tanz gibt eine Handlungsempfehlung zur Wiederaufnahme von Fort- und Ausbildung im Tanz und in Kooperation mit Aktion Tanz bietet der Verband eine Handlungshilfe für den Wiedereinstieg Tanz in der kulturellen Bildung / im lebenslangen Lernen. tamed passt konstant seine Handlungsempfehlungen an die sich verändernde Situation an.

Tanzvermittlung
Die FAQ-Liste der Landesvereinigung Kultureller Jugendarbeit NRW mit hilfreichen und ständig aktualisierten Hinweisen für die Corona-Schutzregelungen bei Kulturellen Jugendprojekten widmet sich unter Punkt 6.1 auf Seite 9 Tanz- und Bewegungsangeboten. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet Infomaterial und Druckvorlagen für Bildungseinrichtungen und Tanzschulen an.

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Beratungsangebote

NRW Kulturrat: Sprechstunde
Die Corona-Sprechstunde bietet Informationen für selbstständige Künstler:innen zur Corona-Krise. Mit ihren ausführlichen FAQs beantwortet sie schon viele Fragen vorab.

Joint Adventures: Info-Zooms zur NPN-Förderung
Im Vorfeld zu den Vergaben 2021 bietet Joint Adventures Info-Zooms auf Deutsch zu den Fördermöglichkeiten des NPN an:
13. Januar 2021: Koproduktionsförderung Tanz
20. Januar 2021: Gastspielförderung Tanz International
Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Um Anmeldung wird gebeten.

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Aktuelle Forderungen von Kulturakteur:innen

Aktionsbündnis Darstellende Künste: Schnelle Unterstützung von Soloselbstständigen und Kunstschaffenden (30. Oktober 2020)

Allianz der Freien Künste: Ohne ernstzunehmende Nachbesserung ist den Soloselbstständigen nicht geholfen (17. November 2020), Ohne wirtschaftliche Hilfe stirbt die Kultur (28. Oktober 2020)

ASSITEJ: Kinder brauchen Theater! (29. Oktober 2020)

Deutscher Kulturrat: Arbeitslosenversicherung: Zugang für Selbständige verbessern (26. Dezember 2020), Kultur- und Kreativwirtschaft jetzt stützen und Perspektiven geben (9. Dezember 2020), Infektionsschutzgesetz im Sinne der Kultur geändert (18. November 2020), Corona-Pandemie zeigt den Verlust der kulturellen Vielfalt in unseren Stadtzentren überdeutlich (11. November 2020),

Frei produzierende Künstler:innen: Fortsetzung der Soforthilfe-Programme für Solo-Selbstständige und ein länderübergreifender Abstimmungsprozess (26. November 2020)

Gemeinsames Statement von zwölf Dachverbänden: Eine lebendige Demokratie braucht eine aktive Zivilgesellschaft (3. November 2020)

Kultur- und Kreativwirtschaft: Nehmt uns in alle EU-Förderprogramme und nationalen Aufbauprogramme auf (3. November 2020)

Kulturrat NRW: Neue Rettungsschirme müssen aufgespannt werden (29. Oktober 2020)

Kultursekretariate NRW: Die bestehende kulturelle Infrastruktur muss mit vereinten Kräften nachhaltig geschützt werden (3. Dezember 2020)

NRW-Kulturministerin Pfeiffer-Poensgen: Nordrhein-Westfalens vielfältige Kulturlandschaft darf nicht dauerhaft Schaden nehmen (4. November 2020)

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Aktuelle Förderungen und Hilfen für freie Kunstschaffende

NEUSTART KULTUR
Die Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt den Tanz mit 20 Mio. Euro mit verschiedenen Projekten:

NPN-STEPPING OUT
Förderung der Entwicklung, Produktion und Distribution von Tanz in neuen Räumen über Joint Adventures. ACHTUNG! Antragsteller:innen können sich mit einem identischen Vorhaben nicht bei mehr als einem der Programme um Förderung bewerben. Frist: 15. Januar 2021.

#TakeThat
Das Förderprogramm des Fonds Darstellende Künste umfasst insgesamt 11 Programme, die sich an frei produzierende Künstler:innen aller Sparten sowie Produktionsorte und Festivals der Freien Szene in Deutschland richten. Aktuell können noch Anträge gestellt werden für #TakeCare zur Förderung von Recherchevorhaben für Künstler:innen (Frist: 1. Februar 2021).

Sonderförderung für soziokulturelle Projekte
Der Fonds Soziokultur fördert partizipative Projekte. Aktuell können sich Kulturschaffende noch für folgende Förderung bewerben: Ta3: Diversität + Inklusion + Vielfalt mit Projektstart ab Mitte März 2021 (Frist: 4. - 31. Januar 2021)

Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen
Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können noch bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden. Ab Januar 2021 wird die Überbrückungshilfe III für Soloselbstständige angepasst und als einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von maximal 5.000 Euro als Zuschuss ausgezahlt.

Neustarthilfe
Diese einmalige Betriebskostenpauschale ist Teil der Überbrückungshilfe und kann nur von denen beantragt werden, die im Rahmen der Überbrückungshilfe III sonst keine weiteren Kosten geltend machen. Sie richtet sich an Soloselbständige, die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 Prozent aus ihrer selbstständigen Tätigkeit erzielt haben.

November- und Dezemberhilfe
Die November- und Dezemberhilfe des Bundes richtet sich an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen betroffen sind und nachweislich und regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze direkt oder indirekt mit betroffenen Unternehmen erzielen. Soloselbstständige können als Bezugsrahmen für den Umsatz auch den durchschnittlichen Monatsumsatz von 2019 zugrunde legen. Andere staatliche Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld, die für den Förderzeitraum November und Dezember 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Novemberhilfe kann auch für Lebenshaltungskosten genutzt werden. Antragsfristen Novemberhilfe: 31. Januar 2021, Dezemberhilfe: 31. März 2021.

Für die November- und Dezemberhilfe kann man als Soloselbstständige:r bis zu 5.000 Euro ohne Steuerberater:in beantragen, und dann nochmal 5.000 Euro Neustarthilfe von Dezember 2020 bis Juni 2021, auch wenn man nur 50% Umsatzausfall zu erwarten hat. Aber: Neustarthilfe und November- und Dezemberhilfe sind Erstattung der pauschalierten Betriebskosten. Das schließt aus, dass man andere Hilfen zu den Betriebskosten erhält - etwa Überbrückungshilfe II - beantragt hat. Alle Hilfen müssen versteuert werden. Eine Übersicht der Hilfen bietet der Steuerberaterverband Sachsen-Anhalt.

Grundsicherung für Kleinunternehmer:innen und Soloselbstständige

Die Grundsicherung sichert den Lebensunterhalt, wenn keine vorrangigen Hilfen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise greifen. Auch Selbstständige können diese Hilfe beantragen. Verwertbare Vermögensgegenstände, die für ihre Altersvorsorge bestimmt sind, werden zudem grundsätzlich nicht als Vermögen berücksichtigt. Bis zum 31. März 2021 ist die Antragsstellung vereinfacht.

Kinderzuschlag
Wenn das Einkommen nicht für die ganze Familie reicht, können Eltern bzw. Erziehungsberechtigte zusätzlich zum Kindergeld den Kinderzuschlag in Höhe von 185 Euro erhalten, der sechs Monate lang gezahlt wird. Neu ist, dass auch diejenigen den Kinderzuschlag erhalten, die einen plötzlichen Einkommensverlust erlitten haben.

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Weitere Hinweise

Neues Infektionsschutzgesetz
Kultureinrichtungen werden im neuen Infektionsschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr den Freizeiteinrichtungen zugeschrieben. Demnach unterliegen Schließungsverordnungen künftig einer besonderen Begründungspflicht, erklärt der Deutsche Kulturrat. Weiter heißt es, dass künftige Einschränkungen für Kulturorte wegen der Pandemie auf Grund der neuen Regelungen im Infektionsschutzgesetz von den Regierungen in Bund und Ländern begründet werden müssten. Die entsprechende Änderung ist in der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages unter Nummer 7 auf Seite 80 zu finden.

Entschädigung des Verdienstausfalls durch Quarantäne
Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot bzw. einer Quarantäne unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Auch Selbstständigen und Freiberufler:innen wird der Verdienstausfall ersetzt. Zuständig in NRW sind LVR (Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf) und LWL (Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster).

Abgabe über die Künstlersozialkasse
Die Künstlersozialabgabe ist nur zu zahlen, wenn eine künstlerische oder publizistische Leistung tatsächlich erbracht wurde. Schadenersatzansprüche und Vertragsstrafen gehören daher nicht zum meldepflichtigen Entgelt. Werden Ausfallhonorare gezahlt, obwohl eine Leistung nicht erbracht wurde, sind sie wie Vertragsstrafen zu behandeln und daher nicht meldepflichtig. Ausfallhonorare für bereits erbrachte Leistungen, die nur nicht verwertet bzw. genutzt werden, müssen der KSKdagegen gemeldet werden.

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Weitere Informationsportale

Bundesverband freie Darstellende Künste
sammelt die wichtigsten Nachrichten für die Darstellenden Künste.

Creatives Unite
EU-weite Plattform von Kulturschaffenden für Kulturschaffende.

Deutscher Kulturrat
Aktuelle Meldungen zu kulturpolitischen Themen. Verschickt wird auch der Corona versus Kultur – Newsletter.

Digital Stage
Das Projekt der deutschen Bundesregierung ist eine gemeinnützige Plattform, die Künstler:innen ermöglicht, online zu proben und aufzutreten.

European Dancehouse Network
DanceHouses at home: The current lockdown gives you the opportunity to take part in dance classes, attend performances, dive into written and multimedia content set up by our members and others in the dance community.

GEMA
Hier finden sich Hilfsmaßnahmen für Mitglieder.

ietm-Netzwerk
stellt Ergebnisse einer Umfrage unter den Mitgliedern vor: Die darstellenden Künste in Zeiten der Pandemie.

Kanzlei Laaser
Wann besteht ein Anspruch auf ein Ausfallhonorar bei der Absage von Veranstaltungen? Rechtsanwältin Sonja Laaser informiert hierzu.

Kreative Deutschland
sammelt und aktualisiert sämtliche Soforthilfen und Unterstützungsangebote, die Kultur- und Kreativschaffende aktuell in Anspruch nehmen können. Die Übersicht ist nach Bund und Bundesländern sortiert.

Kulturrat NRW
Der Kulturrat veröffentlicht Corona-Rundbriefe und bietet Coronasprechstunden an.

KSK
Die Künstlersozialkasse informiert über Maßnahmen für selbstständige Künstler:innen, deren Einkommensprognose sich auf Grund der Corona-Krise verändert hat.

Kultur erhalten
Die deutsche Kulturlandschaft ist eine der reichhaltigsten und vielfältigsten der Welt und sie ist nicht nur kulturelle Bereicherung, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor. Zahlen & Fakten und mehr.

Landesregierung Nordrhein-Westfalen
informiert über Quarantäne, neue Regeln, Maßnahmen, Verordnungen und sämtliche Themen in Verbindung mit dem Coronavirus.

NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste
Die Kolleg:innen in Dortmund haben Hinweise zu finanziellen Auswirkungen, aktuellen Forderungen der Interessenvertretungen und allgemeinen Informationen zusammengestellt.

Verdi
Die Gewerkschaft hat eine Handreichung zur Unterstützung selbstständiger und freier Kulturschaffender veröffentlicht.

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Informationen für Tanzschaffende international

Die darstellenden Künste leben vom Austausch zwischen Kulturen, internationalen Kooperationen und Gastspielen. Welche Auswirkungen die COVID-19-Krise auf die Tanzschaffenden in anderen Ländern hat und welche Maßnahmen dort gelten, hat auch Auswirkungen auf Ihre und eure Arbeit in Deutschland und NRW. Wir möchten deshalb auf einige Webseiten und Initiativen hinweisen, um sich über die Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Aspekte des internationalen Produzierens und Arbeitens informieren zu können.

IETM
gibt wichtige Informationen über COVID-19-bezogene Maßnahmen unter Creative Europe.

#RescueTheArts
IETM hat auch einen Appell an die nationalen Behörden gerichtet, der in der jeweiligen Sprache an die zuständige Behörde im Land geschickt werden kann.

Offener Brief an die EU
openPetition fragt in einem offenen Brief nach Unterstützung für den Kultur- und Kreativsektor in der COVID-19-Krise.

On the Move
gibt einen guten Überblick über die Lage der Kunst- und Kulturschaffenden in verschiedenen Ländern sowie Informationen zu den unterschiedlichen Maßnahmen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

touring artists
Das Portal für international mobile Künstler:innen und Kreative hat Informationen zu Auswirkungen für den Kulturbereich zu geplanten und geforderten (Hilfe-)Maßnahmen und möglichen Ansprechpartner:innen in Rechtsfragen zusammengestellt.

Umfrage European Dancehouse Network
Das European Dance Network sammelt Informationen, um die Auswirkungen der COVID-19-Krise auf den europäischen Tanzsektor zu bewerten.

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