Aktuelles: Updates

Überjährige Programme in den Darstellenden Künsten doch von Kürzungen betroffen – Kulturrat NRW fordert Einhaltung der Zusagen

Der Kulturrat NRW fordert in seiner Pressemitteilung vom 5. Dezember 2025 das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW dringend auf, die ursprünglich geplanten Kürzungen vollumfänglich zurückzunehmen. Man habe sich auf diese klare Zusage verlassen.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung:
Im Kulturausschuss Ende Oktober versprach Ministerin Ina Brandes die Rücknahme aller angekündigten Kürzungen, nachdem der Kulturetat im Haushaltsplanentwurf um insgesamt 14,6 Millionen erhöht wurde. Ausnahmen von dieser Regelung wurden nicht kommuniziert.

Nun wird die Ankündigung in Teilen in Frage gestellt: Die Rücknahme gilt laut Aussage der Ministerin im Kulturausschuss am 4. Dezember 2025 nun doch nicht für die Spitzen- und Exzellenzförderung in den Freien Darstellenden Künsten. Das irritiert auch deshalb besonders, weil es sich dabei um die prominenteste Kürzung gehandelt hat. Damit reduziert sich die Förderung dieser Programme insgesamt um 420.000 Euro.

#Kulturpolitik #Updates

internationales tanzmeeting: Kick-Off-Zoom Meet-Up

Wir haben Neuigkeiten: Am 9. Dezember um 14 Uhr MEZ stellen wir euch unsere Pläne für 2026 vor und starten mit einem Kick-Off ins internationale tanzmeeting!
In diesem Zoom-Meet-Up legen wir einen Fokus auf die aktuellen kulturpolitischen Situationen und die daraus resultierenden Herausforderungen für die internationale Zusammenarbeit und Vernetzung.

Danjel Andersson, Leiter der Dansehallerne und Teil der ICE HOT Nordic Dance Platform, gibt einen Einblick in die aktuelle Situation sowie in die Anforderungen an die internationale Vernetzung aus seiner Perspektive. Anschließend tauschen wir uns über aktuellen Erfahrungen, Perspektiven und Fragen zur internationalen Arbeit im Tanzbereich aus. Lasst uns gemeinsam folgende Fragen diskutieren: Wie können wir in Verbindung bleiben – und wie wollen wir in Zukunft international zusammenarbeiten?

Kick-Off-Zoom Meet-Up
9. Dezember, 14.00 – 15.30 Uhr MEZ
Anmeldung: https://us06web.zoom.us/meeting/register/I7mCqKAsS3CYfEbx-Rep6w

#Unser Angebot #Updates

NRW: Kulturetat steigt um 7,4 Millionen Euro

Der Kulturetat in Nordrhein-Westfalen wird im Jahr 2026 – anders als bis zuletzt erwartet – um 7,4 Millionen Euro erhöht. Der Kulturrat NRW bestätigt in der Pressemitteilung: "Diese Nachricht verlautbarte heute [30. Oktober 2025] das Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Somit erreicht der Haushalt wieder den Wert, der im Jahr 2022 von der Vorgängerregierung übernommen wurde". Peter Grabowski ordnet diese Steigerung in der WDR-Sendung Mosaik ein.

#Kulturpolitik #Updates

Kölner KulturFörderRadar – digitale Beratung über Fördermittel

Die Stadt Köln bietet die neue digitale Beratungsreihe KulturFörderRadar zu Förderprogrammen an, um Kulturschaffende bei der Suche, Auswahl und Beantragung von Fördermitteln zu unterstützen. An jedem ersten Montag im Monat wird von 15 bis 16 Uhr online eine Förderinstitution mit ihrem aktuellen Förderangebot vorgestellt, die Teilnahme ist kostenlos.

#Förderung #Updates

Irland: Grundeinkommen für Künstler:innen

Irland plant für 2026 nach erfolgreicher Pilotphase die Einführung eines Grundeinkommens speziell für Künstler:innen. Das Pilotprogramm soll dauerhaft werden – Ziel ist es, kulturelle Produktion zu sichern, Kreativität zu fördern und finanzielle Stabilität für Kulturschaffende zu schaffen.

#Updates

Mark Sieczkarek (1962–2025)

Der Choreograf und Tänzer Mark Sieczkarek ist am 8. September 2025 in Wuppertal verstorben, mitten in der Vorbereitung seiner Werkschau „paths through my garden – Die Kunst von Mark Sieczkarek“. Von 1983 bis 1985 war er Ensemblemitglied des Tanztheaters Wuppertal, seit 1988 arbeitete Sieczkarek freischaffend als Tänzer und Choreograf und gründete 1998 die Mark Sieczkarek Company. Für sein künstlerisches Schaffen wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstler:innen. In enger und langjähriger Zusammenarbeit mit dem Folkwang Tanzstudio in Essen und als Haus-Choreograf am Ringlokschuppen Ruhr in Mülheim entwickelte er zahlreiche Stücke, die seine Handschrift trugen. Mit mehr als 40 Choreografien in 25 Jahren sowie etlichen tänzerischen Projekten auf verschiedenen Kontinenten zählt Sieczkarek zu den produktivsten und bemerkenswertesten Tanzkünstler:innen seiner Generation. Mit ihm verliert die Tanzszene eine prägende, eigenwillige und inspirierende Künstlerpersönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg das zeitgenössische Tanzgeschehen in NRW und weit darüber hinaus bereichert hat.

#Updates

Deutscher Bühnenverein: Tanz ist gefragt

Laut Werkstatistik 2023/24 des Deutschen Bühnenvereins ist die Zahl der Zuschauer:innen insgesamt im Vergleich zur Vorjahresspielzeit in Deutschland um über 1,5 Millionen auf 20 Millionen gestiegen – obwohl die Anzahl der Vorstellungen im Vergleich zur vorangegangenen Spielzeit fast gleich geblieben ist. In den Bereichen Tanz sowie Kinder- und Jugendtheater gab es am meisten Zuwachs – sowohl bei den Aufführungs- wie auch bei den Besuchszahlen. Claudia Schmitz, Geschäftsführende Direktorin des Deutschen Bühnenvereins, appelliert an die Träger:innen, sich für den Erhalt und die Stärkung der Theater weiter einsetzen: „Wir brauchen die Theater aktuell mehr denn je als Orte – und die Kraft der Darstellenden Künste für unsere Gesellschaft.“

#Updates

Köln: Petition zum Erhalt der TanzFaktur

Die TanzFaktur in Köln, eine zentrale und wichtige Institution für zeitgenössischen Tanz, steht ohne langfristige finanzielle Unterstützung von Seiten des Landes NRW vor dem Aus. Das hätte für die gesamte Tanzlandschaft in NRW verheerende Folgen für die Produktion und Präsentation der großen freien Tanzszene, die schon überproportional von Kürzungen bedroht ist. Eine Petition appelliert an Frau Ministerin Ina Brandes, eine langfristige und nachhaltige finanzielle Unterstützung für die TanzFaktur sowie Soforthilfen zur Überbrückung der akut bedrohten finanziellen Lage bereitzustellen, um das Tanzhaus für Künstler:innen, Veranstaltungen und kulturelle Bildung zu erhalten.

#Kulturpolitik #Updates

Stadt Köln: Barrierefreiheit sichtbar machen

Das Kulturamt der Stadt Köln hat gemeinsam mit Expert:innen, Interessenvertretungen und Vertreter:innen der Freien Kulturszene ein Icon-Set für barriereabbauende Angebote entwickelt. Damit soll die inklusive Öffnung der Kölner Kulturlandschaft weiter vorangebracht und barrierefreie Angebote für Besucher:innen klar und verständlich kommuniziert werden. Das Icon-Set hilft dabei, barrierefreie Zugänge und Angebote bei Kulturveranstaltungen sichtbar zu machen und steht kostenfrei zum Download bereit.

#Updates

INITIATIVE TANZ: Stärkung der Kunstform Tanz

Um die Kunstform Tanz in Deutschland zu stärken, verbindet sich der Dachverband Tanz Deutschland mit starken politischen Akteur:innen zur INITIATIVE TANZ In den Jahren 2023 bis 2025 sollen die Projektförderungen der Länder, Kommunen und des Bundes durch gezielte Bundesförderung weiter ausgebaut werden. Zum Trailer:

INITIATIVE TANZ
Trailer INITIATIVE TANZ

#Updates

Neue Leitfäden für Fördergebende und Jurys

Wie kann faire Kulturförderung aussehen? Für einen Großteil der Fördermittel werden Jurys einberufen, die anhand programmspezifischer Auswahlkriterien über Förderung oder Nicht-Förderung künstlerischer Arbeit entscheiden. Jurys haben somit direkten Einfluss darauf, welche Perspektiven und Ästhetiken in einer Kulturlandschaft wirken können. Diversity Arts Culture hat zwei neue Leitfäden – für Fördergebende und Jurys – entwickelt, die beleuchten, wie diskriminierungskritische Juryarbeit aussehen kann.

#Förderung #Updates

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