brennpunkt.tanz #15

Beitrag vom 26. April 2018

Der Kontakt zum Theaterpublikum bekommt einen immer größeren Stellenwert und hat seit einiger Zeit einen Namen: Vermittlung. Es ist mittlerweile selbstverständlich, dass man nicht nur darauf hofft, dass Zuschauer*innen zur Aufführung kommen, sondern dass man sich darum aktiv kümmern muss. Durch diese Entwicklung verändert sich auch das Bild der Zuschauer*innen. Sie sind nicht mehr nur Kartenkäufer*innen, die an die Theaterkasse gelockt werden sollen, sondern können im gesamten Proben- und Produktionsprozess als integraler Bestandteil mitgedacht werden. Für die am künstlerischen Produktionsprozess Beteiligten stellen sich Fragen, wie die Vermittlungsarbeit zu einem ganzheitlich verstandenen Arbeits- und Produktionskonzept entwickelt werden kann. Vermittlungsarbeit bedeutet nicht nur Kommunikation mit der Zuschauerschaft, sondern begleitet in verschiedenen Formen jeden künstlerischen Arbeitsprozess: die Kommunikation zwischen Choreograf*innen, Tänzer*innen, Produzent*innen, Techniker*innen etc. dient ebenso der Vermittlung des Projekts, wie sie üblicherweise im Zusammenhang mit Vermittlungsarbeit an Zuschauer*innen durch Programmzettel, Einführungsgespräche oder Publikumsgespräche verstanden wird.

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