Aktuelles

Aktuelle Förderungen und Hilfen für freie Kunstschaffende

Institutionen auf Bundes- und Landesebene haben verschiedene neue Förderungen ins Leben gerufen, um Tanzschaffende in diesen besonderen Zeiten zu unterstützen. Aktuell können noch Anträge für folgende Programme gestellt werden:

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW
NRW-​Stärkungspaket Kunst und Kultur - Unterstützung für Kunst und Kultur während der Corona-Pandemie.

Stipendienprogramm "Auf geht's!"
Freischaffende Künstler:innen aller Sparten können Anträge für die dritte Runde des Stipendienprogramms Auf geht's! des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft stellen. Antragsfrist: 31. Mai 2022.

NEUSTART KULTUR: #TakeHeart
Der Fonds Darstellende Künste e. V. initiiert mit #TakeHeart ein zweites Maßnahmenpaket im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. In sechs Förderprogrammen werden – in Ergänzung zu den im Oktober 2020 aufgelegten #TakeThat-Förderungen – weitere rund 60 Millionen Euro an Fördermitteln vergeben, mit dem Ziel kurzfristige Planungssicherheit für die Freien Darstellenden Künste zu ermöglichen. Verschiedene Antragsfristen.

Sonderfonds für Kulturveranstaltungen
Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen unterstützt Veranstalter in der Planung von Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Besucher:innen. Bislang war die Registrierung für die Wirtschaftlichkeitshilfe nur für Veranstaltungstermine bis zum 31. März 2022 möglich. Die Absagefrist wurde nun verlängert bis zum 31. Dezember 2022.

Dachverband Tanz Deutschland
Mit dem Förderprogramm DIS-TANZEN unterstützt der Dachverband Tanz Deutschland e.V. den Wiederbeginn künstlerischer und tanzpädagogischer Tätigkeit. Mit dem Programm DIS-TANZ-START ermöglicht der Dachverband Tanz Deutschland jungen Tänzer:innen nach ihrer Ausbildung den Anschluss an die professionelle Tanzszene in Deutschland. Bewerbungen sind laufend möglich.

Überbrückungshilfe III Plus und IV
Mit den Überbrückungshilfen unterstützt die Bundesregierung alle von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler:innen. Voraussetzung ist ein Rückgang des Umsatzes um mehr als 30 Prozent. Anträge können ausschließlich über sogenannte prüfende Dritte gestellt werden. Dies sind Steuerberater:innen, Wirtschaftsprüfer:innen, Rechtsanwält:innen oder vereidigte Buchprüfer:innen. Weitere Informationen in den FAQs.
Überbrückungshilfe IV gilt für Januar bis einschl. Juni 2022. Antragsfrist: 15. Juni 2022, vorher 30. April 2022.

Neu: Überbrückungshilfe IV für Unternehmen
Seit dem 1. April 2022 können Unternehmen Anträge für die Überbrückungshilfe IV für den Förderzeitraum April bis Juni 2022 stellen. Die Anträge sind durch prüfende Dritte einzureichen.

Neustarthilfe
Mit dem Programm Neustarthilfe werden Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie unterstützt. Antragsfrist der Erstanträge für die Neustarthilfe 2022 für den Förderzeitraum Januar bis März 2022: 15. Juni 2022, vorher 30. April 2022. Antragsfrist für Erstanträge für den Förderzeitraum April bis Juni 2022 15. Juni 2022.

Härtefallhilfen NRW
Die Härtefallhilfe wurde auf den Förderzeitraum bis Ende März 2022 verlängert. Der Höchstförderbetrag beträgt unverändert bis zu 150.000 Euro. Antragsberechtigt sind von der Corona-Krise betroffene Unternehmen einschließlich Sozialunternehmen (gemeinnützige Unternehmen) sowie Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb, die zum Zeitpunkt der Antragstellung und Auszahlung der Härtefallhilfe NRW ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen haben. Der Antrag ist bis spätestens zum Ablauf des 15. Juni 2022 zu stellen. Nähere Informationen in den FAQs.

Grundsicherung für Kleinunternehmer:innen und Soloselbstständige
Die Grundsicherung sichert den Lebensunterhalt, wenn keine vorrangigen Hilfen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise greifen. Auch Selbstständige können diese Hilfe beantragen. Ihr Vermögen darf 60.000 Euro betragen, die Alterssicherung muss nicht angetastet werden und die Miete sowie die Nebenkosten werden in tatsächlicher Höhe bezahlt. Die Regelungen über den erleichterten Zugang zur Grundsicherung gelten bis zum 31. Dezember 2022.

Kinderzuschlag
Wenn das Einkommen nicht für die ganze Familie reicht, können Eltern bzw. Erziehungsberechtigte zusätzlich zum Kindergeld den Kinderzuschlag in Höhe von 185 Euro erhalten, der sechs Monate lang gezahlt wird. Neu ist, dass auch diejenigen den Kinderzuschlag erhalten, die einen plötzlichen Einkommensverlust erlitten haben.

Weitere Informationen zu Förderungen für Kulturschaffende auf der Website der Bundesregierung.

#Corona

Handlungshilfen für Kulturschaffende

Rechts- und Versicherungsfragen
K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg
hat im Magazin #5 einen thematischen Schwerpunkt zum digitalen Urheberrecht mit hilfreichen Hinweisen zu Urheberrechtsschutzgesetz, Verwertungs- und Senderecht, Vergütung und Lizenzverträgen zusammengestellt. Rechtsanwältin Sonja Laaser informiert im Theatertreffen virtuell der Berliner Festspiele über Streamingrechte, abzurufen im Video Lange Nacht der Tutorials von Donnerstag, 7. Mai 2020 im Tutorial 3 / 2:12 sowie auf ihrer Webseite. iRights hat einen neuen Leitfaden zu Rechtsfragen bei Livestreaming im Kulturbereich veröffentlicht. Die gesetzliche Unfallkasse VBG hat ihre Arbeitsschutz-Empfehlungen und ihre branchenspzifische Handlungshilfe für Proben- und Vorstellungsbetrieb für die Branche Bühnen und Studios aktualisiert.

Aus- und Weiterbildung
In Kooperation mit Aktion Tanz bietet der Deutsche Bundesverband Tanz eine Handlungshilfe für den Wiedereinstieg Tanz in der kulturellen Bildung / im lebenslangen Lernen. tamed passt konstant seine Handlungsempfehlungen an die sich verändernde Situation an.

Tanzvermittlung
Die FAQ-Liste der Landesvereinigung Kultureller Jugendarbeit NRW mit hilfreichen und ständig aktualisierten Hinweisen für die Corona-Schutzregelungen bei Kulturellen Jugendprojekten widmet sich unter Punkt 6.1 auf Seite 9 Tanz- und Bewegungsangeboten. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet Infomaterial und Druckvorlagen für Bildungseinrichtungen und Tanzschulen an.

#Corona

Beratungsangebote

Kulturrat NRW: Sprechstunde und Online-Workshops
Der Kulturrat NRW bietet neben der Corona-Sprechstunde auch Onlineseminare zu Corona-Hilfen für Künstler:innen udn Kultureinrichtungen an. Die ausführlichen FAQs beantworten viele Fragen vorab.

Stadt Köln: Kultur-Info-Stelle Corona
Die Kultur-Info-Stelle Corona der Stadt Köln wird eingestellt. Die jeweiligen Fachreferate des Kulturamts beraten Kulturveranstalter:innen aber weiter zu Corona-Förderungen.

#Corona

Weitere Hinweise

Neues Infektionsschutzgesetz
Kultureinrichtungen werden im neuen Infektionsschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr den Freizeiteinrichtungen zugeschrieben. Demnach unterliegen Schließungsverordnungen künftig einer besonderen Begründungspflicht, erklärt der Deutsche Kulturrat. Weiter heißt es, dass künftige Einschränkungen für Kulturorte wegen der Pandemie auf Grund der neuen Regelungen im Infektionsschutzgesetz von den Regierungen in Bund und Ländern begründet werden müssten. Die entsprechende Änderung ist in der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages unter Nummer 7 auf Seite 80 zu finden.

Entschädigung des Verdienstausfalls durch Quarantäne
Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot bzw. einer Quarantäne unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Auch Selbstständigen und Freiberufler:innen wird der Verdienstausfall ersetzt. Zuständig in NRW sind LVR (Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf) und LWL (Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster).

Abgabe über die Künstlersozialkasse
Die Künstlersozialabgabe ist nur zu zahlen, wenn eine künstlerische oder publizistische Leistung tatsächlich erbracht wurde. Schadenersatzansprüche und Vertragsstrafen gehören daher nicht zum meldepflichtigen Entgelt. Werden Ausfallhonorare gezahlt, obwohl eine Leistung nicht erbracht wurde, sind sie wie Vertragsstrafen zu behandeln und daher nicht meldepflichtig. Ausfallhonorare für bereits erbrachte Leistungen, die nur nicht verwertet bzw. genutzt werden, müssen der KSK dagegen gemeldet werden.

Die Versicherungspflicht und damit die Mitgliedschaft in der KSK bleibt nur bestehen, solange das Arbeitseinkommen der versicherten Künstler:innen nicht mehr als zweimal innerhalb von sechs Kalenderjahren die Grenze von 3.900 Euro im Jahr unterschreitet. Ein Unterschreiten der Grenze soll auch 2022 unberücksichtigt bleiben. Auch die pandemiebedingten Sonderregelungen für den Zuverdienst aus nicht-künstlerischer selbstständiger Tätigkeit sind bis Ende 2022 verlängert worden: Die Höhe des Zuverdienstes aus nicht-künstlerischer Arbeit darf nach dieser Regelung bis zu 1.300 Euro im Monat / 15.600 Euro im Jahr betragen, ohne dass der Versicherungsschutz über die KSK gefährdet ist.

#Corona

Weitere Informationsportale

Bundesverband freie Darstellende Künste
sammelt die wichtigsten Nachrichten für die Darstellenden Künste.

Creatives Unite
EU-weite Plattform von Kulturschaffenden für Kulturschaffende.

Deutscher Kulturrat
Aktuelle Meldungen zu kulturpolitischen Themen. Verschickt wird auch der Corona versus Kultur – Newsletter.

Digital Stage
Das Projekt der deutschen Bundesregierung ist eine gemeinnützige Plattform, die Künstler:innen ermöglicht, online zu proben und aufzutreten.

European Dancehouse Network
DanceHouses at home: The current lockdown gives you the opportunity to take part in dance classes, attend performances, dive into written and multimedia content set up by our members and others in the dance community.

GEMA
Hier finden sich Hilfsmaßnahmen für Mitglieder.

IETM-Netzwerk
stellt Ergebnisse einer Umfrage unter den Mitgliedern vor: Die darstellenden Künste in Zeiten der Pandemie.

Kanzlei Laaser
Wann besteht ein Anspruch auf ein Ausfallhonorar bei der Absage von Veranstaltungen? Rechtsanwältin Sonja Laaser informiert hierzu.

Kreative Deutschland
sammelt und aktualisiert sämtliche Soforthilfen und Unterstützungsangebote, die Kultur- und Kreativschaffende aktuell in Anspruch nehmen können. Die Übersicht ist nach Bund und Bundesländern sortiert.

Kulturrat NRW
Der Kulturrat veröffentlicht Corona-Rundbriefe und bietet Coronasprechstunden an.

KSK
Die Künstlersozialkasse informiert über Maßnahmen für selbstständige Künstler:innen, deren Einkommensprognose sich auf Grund der Corona-Krise verändert hat.

Kultur erhalten
Die deutsche Kulturlandschaft ist eine der reichhaltigsten und vielfältigsten der Welt und sie ist nicht nur kulturelle Bereicherung, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor. Zahlen & Fakten und mehr.

Landesregierung Nordrhein-Westfalen
informiert über Quarantäne, neue Regeln, Maßnahmen, Verordnungen und sämtliche Themen in Verbindung mit dem Coronavirus.

NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste
Die Kolleg:innen in Dortmund haben Hinweise zu finanziellen Auswirkungen, aktuellen Forderungen der Interessenvertretungen und allgemeinen Informationen zusammengestellt.

Verdi
Die Gewerkschaft hat eine Handreichung zur Unterstützung selbstständiger und freier Kulturschaffender veröffentlicht.

#Corona

Informationen für Tanzschaffende international

Die darstellenden Künste leben vom Austausch zwischen Kulturen, internationalen Kooperationen und Gastspielen. Welche Auswirkungen die COVID-19-Krise auf die Tanzschaffenden in anderen Ländern hat und welche Maßnahmen dort gelten, hat auch Auswirkungen auf Ihre und eure Arbeit in Deutschland und NRW.

IETM
gibt wichtige Informationen über COVID-19-bezogene Maßnahmen unter Creative Europe.

#RescueTheArts
IETM hat auch einen Appell an die nationalen Behörden gerichtet, der in der jeweiligen Sprache an die zuständige Behörde im Land geschickt werden kann.

On the Move
gibt einen guten Überblick über die Lage der Kunst- und Kulturschaffenden in verschiedenen Ländern sowie Informationen zu den unterschiedlichen Maßnahmen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

touring artists
Das Portal für international mobile Künstler:innen und Kreative hat Informationen zu Auswirkungen für den Kulturbereich zu geplanten und geforderten (Hilfe-)Maßnahmen und möglichen Ansprechpartner:innen in Rechtsfragen zusammengestellt.

#Corona

Publikationen rund um die Corona-Pandemie

In einer kleinen Studie zur Rezeption digitaler Kulturformate an der Hochschule Heilbronn wurde festgestellt, dass das Interesse an digitalen Formaten da ist, das Publikum aber weiterhin analoge Bühnenerfahrung bevorzugt. Auch in der Studie Digitale Kulturangebote im Kontext der Corona-Pandemie. 20 Gedanken aus dem Neuen Normal wurde dazu an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg geforscht.

In der neuen Betroffenheitsanalyse der Kultur- und Kreativwirtschaft von der Corona-Pandemie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wird insgesamt ein Umsatzverlust von 13 Prozent verzeichnet. Besonders stark betroffen sind der Markt für darstellende Künste mit einem Umsatzverlust von 85 Prozent. Die Bundesregierung zieht in ihrer E-Publikation NEUSTART KULTUR eine Zwischenbilanz für Juni bis Dezember 2020 über die rund 60 verschiedenen Programmlinien des Förderprogramms sowie die außerordentlichen Wirtschaftshilfen für Soloselbstständige.

#Publikationen #Corona

Sonderfonds für Kulturveranstaltungen: Antragstellung verlängert

Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen unterstützt Veranstalter in der Planung von Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Besucher:innen. Bislang war die Registrierung für die Wirtschaftlichkeitshilfe nur für Veranstaltungstermine bis zum 31. März 2022 möglich. Die Absagefrist wurde nun verlängert bis zum 31. Dezember 2022.

#Corona

Top